Der erste seit 2020 von vdpResearch gemeinsam mit der Bundesbank entwickelte Preisindex für Gewerbeimmobilien ist heute erschienen. Dafür werden die Preisentwicklungen für Mehrfamilienhäuser, Büro- und Einzelhandelsimmobilien für verschiedene regionale Abgrenzungen berechnet und zu einem Deutschland-Index aggregiert – dieser weist für das erste Quartal 2026 einen Anstieg um 2,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Für Mehrfamilienhäuser wird zusätzlich noch ein separater Preisindex für die Top 7-Städte ermittelt. Startzeitpunkt ist rückblickend das erste Quartal 2013.
„Glaubwürdige und verlässliche Daten sind die Grundlage evidenzbasierter Entscheidungen. Mit dem neuen Gewerbeimmobilienpreisindex schließen wir eine Datenlücke im Immobilienbereich und leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Transparenz am Markt für Gewerbeimmobilien“, sagt Fritzi Köhler-Geib, für Daten und Statistik zuständiges Vorstandsmitglied der Bundesbank.
„Wir freuen uns, dass nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank nun ein neuer Gewerbeimmobilienpreisindex entstanden ist. Dieser Index bildet Schwankungen gerade in den volatileren Gewerbemärkten schnell und präzise ab“, erklärt Reiner Lux, Geschäftsführer der vdpResearch.
„Die Entwicklung von Immobilienpreisen hat Auswirkungen auf die Realwirtschaft und das Finanzsystem – umso relevanter ist eine verlässliche Datenbasis. Preistendenzen auf den Gewerbeimmobilienmärkten aktuell zu beobachten, ist für viele makroökonomische und makroprudenzielle Analysen von großer Bedeutung“, erläuterte Köhler-Geib anlässlich der Erstveröffentlichung des Index.
Das gesamte Datenangebot zum neuen Gewerbeimmobilienpreisindex ist über die Zeitreihendatenbank auf der Statistik-Seite der Bundesbank abrufbar.
Wichtige Informationen zu Datenquellen, statistischer Methodik, Veröffentlichungsprogramm und Revisionsrhythmus sind in dem FAQ-Dokument zusammengefasst.